Wie und Wann Indianerbananen veredeln ? (Asimina triloba L.)

Pawpaws lassen sich prinzipiell durch alle Reiserveredlungenmethoden und Chipveredlung vermehren. Als Unterlagen eignen sich nur Sämlinge oder Wurzelausläufer der eigenen Art. Leider gibt es noch keine definierten, vegetativ vermehrten Unterlagen. Meistens werden ein- bis zweijährige Sämlinge verwendet, da sich Wurzelausläufer wegen der empfindlichen Wurzeln oft nicht sehr erfolgreich verpflanzen lassen.

Indianerbananen als Sämlingsunterlagen können auch selbst gezogen werden. Die Samen müssen direkt nach Fruchtreife gewaschen und anschließend sofort für etwa 90-120 Tage feucht-kalt stratifiziert werden. Danach werden die Samen bei 20-30°C in hohe Töpfe gesät. Sie bilden zunächst eine lange Pfahlwurzel, weswegen der hohe Topf wichtig ist. Oberirdisch wachsen Asiminasämlinge oft erst nach ein bis zwei Monaten, vor allem bei kühlerer Aussaat können die Samen oft auch mehrere Monate benötigen. Manche Keimen auch erst im nächsten Jahr. Feucht und kühl gelagert können die austrocknungsempfindlichen Indianerbananensamen mehrere Jahre keimfähig gehalten werden.

Die Reiser können ab dem Winter bis etwa März geerntet werden. Mögliche bzw. empfohlene Veredlungsmethoden sind:

  • Anplatten, im Frühjahr, März-April, mit im Winter geernteten und in Ruhe gehaltenen Reisern
  • Kopulation, im Frühjahr, März-April, mit im Winter geernteten und in Ruhe gehaltenen Reisern
  • Rindenpfropfen, im Frühjahr, April-Mai, die Rinde der Unterlage muss sich leicht lösen, mit im Winter geernteten und in Ruhe gehaltenen Reisern
  • Spaltpfropfen, im Frühjahr, März-April, mit im Winter geernteten und in Ruhe gehaltenen Reisern
  • Geißfuß, im Frühjahr, März-April, mit im Winter geernteten und in Ruhe gehaltenen Reisern
  • Chip, im Frühjahr, März-April, mit im Winter geernteten und in Ruhe gehaltenen Reisern

Weitere Informationen gibt es in der Fachliteratur zum Veredeln.